Samstag, 16. März 2013

Tödliche Orchidee von Elizabeth Gage

Tödliche Orchidee

Tödliche Orchidee von Elizabeth Gage habe ich im Rahmen der Jahreschallenge bei Buchgesichter.de gelesen. Das Buch umfasst 605 Seiten und ist aus dem Jahre 1996.

Zur Story:

Oktober 1955:

Jill ist ein kleines verängstiges 6-Jähriges Mädchen. Ihre Mutter und deren Freund haben sich aus dem Staub gemacht und die Kleine einfach ihrem Schicksal überlassen. Vorher aber haben sie sie geschlagen und gequält. Aber Jill hat es geschafft 4 Wochen ohne diese beiden Menschen zu überleben. Sie ist sogar noch 3 Wochen allein in die Schule gegangen, ohne den Lehrern etwas zu erzählen. Dann hat sie aufgegeben und hat sich in der Wohnung versteckt. Hier wird sie nach 4 Wochen von Sozialarbeitern entdeckt, weil sie eine Woche nicht mehr in der Schule war. Sie redet kein Wort ….

Januar 1958:

Jordan Lazarus ist 17 Jahre alt, als sein Vater in der Fabrik einen schweren Unfall hat, der ihn zum Krüppel macht. Die Familie bestehend aus den Eltern und 6 Kindern lebt bereits in ärmlichen Verhältnissen. Die Krankenhauskosten für seinen Vater werden von der Firma nicht getragen und die zugesprochene Rente ist sehr gering und wird auch nur für 2 Jahre bezahlt. Was also soll geschehen. Die 4 Brüder setzen sich zusammen und diskutieren, wie sie die Familie über Wasser halten können. Sie alle arbeiten bereits in der gleichen Firma, in der ihr Vater arbeitsuntauglich wurde. Das Geld was sie verdienen wird einfach immer zu wenig für die Bezahlung der ärztlichen Behandlungen sein. An diesem Abend finden sie keine Lösung für ihr Problem. Am nächsten Morgen entdeckt die Familie, dass Jordans Bett unberührt ist und seine wenigen Habseligkeiten fehlen. Jordan hat die Familie verlassen. Erst denken sie er hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Aber nach 2 Monaten kommt der erste Scheck über zweitausend Dollar bei ihnen an….

Oktober 1965:

Leslie Chamberlain ist 16 Jahre. Bereits im Alter von 6 Jahren ist ihre Mutter an einer unheilbaren Krankheit gestorben. Seitdem lebt sie mit ihren Vater, einem Fabrikarbeiter allein. Sie haben nicht viel Geld, aber zum Leben reicht es. Zusätzlich wird Leslie von ihren Lehrern bescheinigt, dass sie sehr begabt und intelligent ist. Ihr Vater ist sehr stolz auf sie. Aber Leslie, die sehr schüchtern ist, hält sich ihren Mitschülern gegenüber nicht als ebenbürtig. Heimlich schwärmt sie für einen Mitschüler, der ihr aufgrund seines familiären Status (Eltern sind reich) als unerreichbar erscheint. Eines Tages bemerkt dieser Junge die Schönheit von Leslie und er verabredet sich mit ihr, um sie nach der Schule nach Hause zu bringen. Sie kommen sich näher und sie wollen sich auch ein weiteres Mal heimlich am See treffen. Dieses Treffen und die weiteren Ereignisse wird Leslie nie wieder vergessen …..

In dieser Geschichte geht es um Macht, Manipulation, Verrat, Liebe und Leidenschaft. Elizabeth Gage schafft es hier eine großartige Geschichte zu erzählen, die vom Anfang bis Ende spannend ist und spannend bleibt. Dieser Roman ist in einen Schreibstil verfasst, der ein flüssiges Lesen der Geschichte möglich macht.

Dieses Buch scheint es leider im regulären Buchhandel nicht mehr zu geben. Bedenkt man, dass dieses Buch bereits über 10 Jahre auf meinen Stapel ungelesener Bücher gelegen hat, ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Fazit: Wer grosse Geschichten mit einem Schuss Liebe und Dramatik, Machtkämpfen und Intrigen mag dem will ich dieses Buch ans Herz legen. Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkten.

© claude

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