Freitag, 22. März 2013

Unter der Blutbuche/Silberhochzeit von Maeve Binchy

Das Leben in Irland

Unter der Blutbuche

In dem kleinen Ort Shancarrig (alter Fels) in Irland ist das Leben beschaulich und wenig abwechslungsreich. Hier kennt jeder jeden und nichts bleibt verborgen. Die Blutbuche auf dem Schulhof der Dorfschule hat schon viele Kinder kommen und gehen sehen. Alle haben sie hier ihre Initialien in den Stamm geritzt. Und könnte diese Blutbuche reden, dann hätte Sie einige interessante Geschichten über die Menschen aus Shancarrig zu erzählen.

Hier gibt es z. B. die Geschichte der Maddy Ross, die als Hilfslehrerin an der kleinen Dorfschule beginnt. Für die Kinder ist sie fast wie eine ältere Schwester. Schnell hat sie die Herzen der Kinder gewonnen. Sie lebt noch bei ihrer Mutter im Dorf und fühlt sich schrecklich allein. Eines Tages kommt ein neuer Kaplan ins Dorf und Maddy fühlt sich zu ihm hingezogen. Wie wird ihre Geschichte weitergehen?

Maeve Binchy erzählt nicht wie bei anderen Schriftstellern üblich eine Gesamtgeschichte nach aufeinander folgenden Kapiteln. Ihre Erzählweise ist vielmehr nach den Hauptpersonen der Geschichte gegliedert. So erzählt sie unter anderem die Geschichte von Eddie, Leo, Dr. Jims, Nora Kelly usw. und diese fügen sich zu einem Gesamtbild des Lebens in dem kleinen Ort zusammen. Ich fand diese Erzählweise sehr passend und ansprechend.

Der Roman spielt in der Zeit von ca. 1950-1969. Die Story war flüssig zu lesen und interessant geschrieben. Besonders die Geschichte von Nora Kelly hat mich sehr berührt.

Dieses Buch stand jetzt bereits ca. 14 Jahren bei mir im Regal. Ich muss gestehen, ich hatte auch schon einmal versucht es zu lesen, habe es dann aber wieder zurückgestellt. Es war damals wohl nicht die richtige Zeit für dieses Buch.

Ich kann für dieses Buch nur eine Leseempfehlung geben. Mir hat es sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich 9 von 10 Punkten.

Silberhochzeit

Im Jahr 1985 sind Deidre und Desmond bereits 25 Jahre verheiratet und es gilt eine Feier zu ihrer Silberhochzeit auszurichten. Ihre Tochter Anna macht sich Gedanken wie dieses Fest zu einem Erfolg werden kann und was sich ihre Eltern wünschen. Eines ist sicher. Es muss ein herausragendes Fest werden, damit alle sehen wie hervorragend es allen Familienmitgliedern geht. Schon immer wurde bei Problemen innerhalb der Familie der Umwelt vorgegaukelt, dass alles in bester Ordnung ist. Wird es gelingen das Fest zu einem Erfolg zu machen?

Die war das zweite Buch von einem Doppelband, welches ich von Maeve Binchy gelesen habe. Auch in diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichten der einzelnen Protagonisten , anstatt die Geschichte in einzelne Kapitel zu untergliedern. Diese einzelnen, aber auch leisen Geschichten zeichnen ein Gesamtbild der Probleme und Erlebnisse der letzten 25 Jahre der Familie Doyle und ihrer Freunde.

Die Autorin hat auch in diesem Buch mit der Einfachheit ihrer Ausdrucksweise eine leise, aber wunderschöne bzw. gefühlvolle Geschichte erzählt.

Ich weiß gar nicht, warum dieses Buch so lange bei mir im Regal verstaubt ist. Von mir bekommt das Buch 9 von 10 Punkten und eine Leseempfehlung.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

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