Dienstag, 27. August 2013

Der Hexenschwur von Deana Zinßmeister

Ein wunderbarer historischer Roman

Der Dreißigjährige Krieg wütet schon einige Zeit in Deutschland und erreicht auch im Jahre 1635 endgültig die Saar. Johann will endlich wieder zurück in seine Heimat Thüringen und beschließt mit seiner Familie nach Eichsfeld zurückzukehren. Vor 17 Jahren musste er aus dieser Gegend fliehen, weil seine Frau als Hexe verleumdet und angezeigt wurde. Seine Frau, seine Tochter und seine Freunde sind von der Idee der Heimkehr nicht begeistert, aber Johann lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. Bisher hatte die Familie an der Saar nicht viel vom Krieg miterlebt. Nun müssen sie sich auf ihrer Reise mit den Gefahren und dem Schrecken des Krieges auseinandersetzen. Doch sie haben Glück im Unglück. Ein schwedischer Tross gewährt ihnen Unterschlupf und Schutz. Arne der Arzt in diesem Tross setzt sich besonders für die Belange der Familie ein und die siebzehnjährige Tochter Magdalena fühlt sich sehr bald zu ihm hingezogen. Doch sie darf ihren Gefühlen nicht nachgeben. Schließlich gehört Arne zu den Schweden und somit eigentlich zu ihren Feinden.

Diese Geschichte von Deana Zinßmeister ist der 3. Teil ihrer Hexentriologie. Leider habe ich bisher die ersten 2 Teile nicht gelesen, kann aber sagen, dass man diesen Teil trotz allem problemlos verstehen kann auch ohne die anderen beiden Teil gelesen zu haben. Die Autorin schafft es wunderbar den Leser mit ihrer Erzählweise anzulocken, abzuholen und auf ihre Reise an die Saar und schließlich auf den Weg nach Thüringen mitzunehmen.

Bereits im Prolog baut sie eine Spannung auf, die mich als Leser dazu verleitet hat die Geschichte sofort weiterzuverfolgen. Aufkommende Fragen mussten beantwortet werden und Deana Zinßmeister schafft es auf beeindruckende Weise mich den Leser in die Geschichte einzuführen und nicht mehr loszulassen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und mich mitgerissen. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin am Ende des Buches noch einmal aufgezeigt und erklärt hat, welche Fakten in ihren Buch auf wahre Begebenheiten beruhen und wo sie sich künstlerisch frei entfaltet hat. So hat der Leser noch einmal einen guten Überblick über historische Geschehnisse und kann gegebenfalls bei Interesse noch ein bisschen weiter recherchieren.

Ich bin so begeistert von diesem Buch, dass in jedem Fall noch weitere Geschichten der Autorin lesen werde. Ich möchte mich bei der Autorin für eine tolle Leserunde bedanken und hoffe, dass noch weitere Bücher aus ihrer Feder entspringen werden.

Ich kann diesem Buch nur 10 von 10 Punkte geben, denn es hatte alles was ich mir von einer tollen Geschichte wünsche und ich fühlte mich wirklich sehr gut unterhalten. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Reihenfolge der Hexentriologie:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur

© claude

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