Donnerstag, 15. August 2013

Macht von David G. L. Weiss

Spannender und lehrreicher Thriller

Josephine Mahler ist Doktor für Ethnologie und arbeitet an der Universität in Frankfurt. Aufgrund ihres umfassenden Wissens über Anthropologie nimmt ihr Freund Gabriel Kontakt zu ihr auf. Er hat auf dem Friedhof seiner Pfarrerei einen Totenkopfring auf dem Grab von Otto Weininger gefunden und hat einige Fragen dazu. Josephine hat auf die Schnelle keine Antwort auf diese Frage parat und aufgrund ihrer Sprechstunde sowie einem unerfreulichen Gespräch mit einer Studentin vergisst sie auch die Anfrage von Gabriel ganz schnell wieder.

Circa 3 Monate später bekommt Josephine einen Anruf, der alles auf den Kopf stellen soll. Gabriel hat allen Anschein nach Selbstmord begangen. Zur Beerdigung fährt sie zurück nach Österreich in ihre alte Heimat.  Hier trifft sie auch auf ihre anderen Freunde und Schulkameraden wieder. Sie alle glauben nicht an die Theorie des Selbstmordes. Josephine und ihr Jugendfreund Gernot machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie auf weitere Tote, den Totenkopfring und einem uralten Manuskript und einem Gegenspieler, der unberechenbar ist. Viele Fragen werden aufgeworfen und müssen beantwortet werden. Wen können die beiden noch vertrauen? Denn eines ist sicher, dass morden wird nicht enden, wenn sie ihren Gegenspieler nicht endgültig aufhalten.

Dieser Thriller von David G. L. Weiss beginnt bereits mit einem sehr spannenden Prolog, der mich als Leser sofort mitgerissen und zum Weiterlesen bewogen hat. Der Autor schafft mit seiner Erzählweise sofort eine unheimliche und faszinierende Atmosphäre, die es nicht zulässt das Szenario einfach wieder zu verlassen. Man fragt sich als Leser automatisch, was geschieht im Untergrund hinter den verborgenen Türen der neuen Reichskanzlei. Rätsel wollen gelöst, Geheimnisse entschlüsselt werden. Der Autor schafft es zusätzlich Misstrauen zu säen. So stellt man sich als Leser sehr schnell die Fragen: Wer ist in dieser Geschichte einer der Guten, wer ist ein Freund, wer ist ein Feind und wie hängen die Morde und die bisherigen Ereignisse zusammen?

Bei der Aufklärung und der Weiterführung der Geschichte lernt der Leser viel, vielleicht auch einwenig zu viel. An einigen Textstellen habe ich bemerkt, dass ich nicht mehr in der Lage war das Wissen und die Erklärungen aufzunehmen. Aber Alles in Allem war dieser Thriller sehr unterhaltsam, spannend und auch nervenaufreibend.

Schlussendlich gibt der Autor dem Leser mit dem Abschluss des Buches noch die Gelegenheit sich selbst ein paar Gedanken zu machen und nicht immer alles mundgerecht vorgesetzt zu bekommen. Zusätzlich lässt das Ende des Buches auf eine Fortsetzung hoffen.

Ich möchte mich beim Autor für die sehr nette gemeinsame und aufschlussreiche Leserunde bedanken. Dieser Thriller bekommt von mir 8 von 10 Punkte und ich kann ihm jedem Thrillerfan nur weiterempfehlen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude



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