Samstag, 21. September 2013

Die Tochter eines Arztes von Martina Frey

Ein schönes Buch zum Abtauchen

Die Arztfamilie Hentschel zieht im Jahre 1847 von Wiesbaden nach Holzhausen, weil es für die Gesundheit der Mutter am Besten zu sein scheint. Es sind bewegte und unruhige Zeiten. Baden befindet sich politisch im Umbruch und eine Revolution steht bevor. Eugenia, die Tochter des Arztes langweilt sich sehr schnell in der ländlichen Idylle, schließt aber sehr schnell Freundschaft mit Luise der Nichte des Dorflehrers. Gemeinsam mit ihr lernt sie Holzhausen und die Umgebung besser kennen. Sie wird auch auf den armen Bauerssohn Matthias Hollmann aufmerksam. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich eine Freundschaft und schließlich Liebe. Aber ein Bauer und die Tochter eines Arztes dürfen keine Beziehung zueinander eingehen.

Es kommt zur Katastrophe als Matthias durch Wilderei versucht seine Familie vor den Verhungern zu bewahren. Für Eugenia bricht eine Welt zusammen und schließlich soll sie den einstigen Geschäftspartner von ihren Vater heiraten und seine treusorgende Ehefrau werden. Wird es Eugenia gelingen trotz aller Hindernisse doch noch glücklich zu werden.

Dieser Roman von Martina Frey ist ganz nach meinem Geschmack. Hier findet der Leser alles was er sich von einem historischen Liebesroman wünschen kann. Die Wortwechsel zwischen Matthias und Eugenia sind einfach nur herrlich zu lesen. Ich mag es sehr wie die Autorin, die beiden ungleichen Charaktere aufeinander loslässt und hier eine Spannung der ganz besonderen Art aufbaut.

Zusätzlich konnte ich als Leser auch noch einiges über die badische Revolution erfahren und mich durch die Erzählung sehr gut in die damalige Zeit einfinden. Die Autorin hat am Ende des Buches auch erklärt, welche verwendeten Ereignisse historisch belegbar sind. Weiterhin gab es eine Liste der fiktiven und der realen Personen in diesem Roman sowie zusätzliche Informationen zu den Personen.

Wer mal wieder einen romantischen historischen Roman lesen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen und ich vergebe für dieses Buch 10 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

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