Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die satten Toten von Sam Millar

Der etwas andere Ermittler in Belfast

Karl Kane Privatermittler wird von Geraldine beauftragt ihre verschwundene Schwester zu suchen und zu finden. Bei der Polizei ist Geraldine mit ihrer Vermisstenanzeige nicht weit gekommen, denn ihre Schwester ist schon einige Male verschwunden und dann wieder aufgetaucht. Doch diesmal scheint es anders zu sein. Unterdessen landet auf den Tisch in der Pathologie bei Tom Hicks der Körper einer jungen Frau, der einige Deformierungen aufweist. Diese hatte kurz vor ihrem Tod Unmengen von Nahrung zu sich genommen. Sie wurde regelrecht gemästet. Und schon bald gibt es eine weitere Leiche mit den gleichen Merkmalen. Was geschieht in Belfast?

Dies ist bereits der zweite Fall von Karl Kane dem Privatermittler. Dieses Buch von Sam Millar ist nicht wie andere Thriller oder Krimis. Die Ermittlung von Karl ist rasant, aber auch äußerst brutal und kompromisslos. Karl scheut nicht vor dem Einsatz von Gewalttätigkeiten, ungewöhnlichen Waffen und illegalen Vorgehensweisen zurück. Hier beschriebene Szenen muten teilweise bizarr, aber auch grauenvoll und nervendverzehrend, ja sogar verzweifelt und vernichtend an. Der Humor von Karl Kane ist sarkastisch, originell sowie drastisch und kam meiner Art von Humor sehr nah.

Dieser Thriller ist nicht für jedermann geeignet. Personen mit sensiblen Magen oder Nerven sollten dieses Buch ganz bestimmt nicht lesen. Wer aber vor Gewaltszenen, Drogenmissbrauch und auch kranken Machenschaften nicht zurückschreckt, für den könnte dieses Buch die passende Lektüre sein.

Ich gebe für dieses Buch 9 von 10 Punkte und denke hier sollte sich jeder eine eigene Meinung bilden, wenn er sich traut. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

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