Mittwoch, 6. November 2013

Jagdhunde von Jørn Lier Horst

Ermittlungsarbeit in Norwegen

Der erfahrene Hauptkommissar William Wisting wird vom Dienst suspendiert. Der Anwalt eines verurteilten Verbrechers wirft ihm vor Beweise manipuliert zu haben. Vor siebzehn Jahren wurde die junge Cecilia Linde entführt und einige Tage später ermordet aufgefunden. Der Täter wurde gefasst, mit einem DNA Abgleich überführt und schließlich zu 20 Jahren verurteilt. Doch jetzt sollen Beweise gefälscht worden sein. Die Medien reissen sich um diese Story und vorverurteilen den Hauptkommissar etwas mit der Manipulation zu tun zu haben..

Wirsting bleibt nur eine Chance seine Unschuld zu beweisen. Er muss selbst ermitteln und herausfinden, was damals wirklich geschah. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn schon bald verschwindet wieder eine junge Frau und die Parallelen zum Fall Linde sind offensichtlich.

Dieser Krimi von Jørn Lier Horst ist im Vergleich zu den meisten Krimis in den Buchläden eher ruhig, zeichnet sich aber durch seine gut erzählte Geschichte aus. Man merkt sehr schnell, dass der Autor Ahnung von der Polizeiarbeit hat. Der Ermittler ermittelt wirklich noch und braucht keine großen Gesten oder Aktioneinlagen, damit seine Geschichte interessant und unterhaltsam ist. Vielmehr macht gerade diese ruhige, überlegte und einfache Art sowie die detektivische Arbeit des Kommissar und seiner Tochter den Reiz des Krimis aus. So nähert man sich mit Logik, Observationen aber auch klassischer Recherchearbeit Schritt für Schritt der Wahrheit.

Während der Lektüre habe ich erfahren, dass es bereits weitere Fälle von Hauptkommissar Wisting gibt. So ist das Ende dieses Buches also kein Abschied, sondern die Möglichkeit zusammen noch weitere Fälle zu bearbeiten und aufzuklären.

Ich gebe für diesen guten und soliden Krimi aus Norwegen 8 von 10 Punkte und eine Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

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