Montag, 28. April 2014

Keim des Zweifels von Sandra Bräutigam

Ich hatte mehr erwartet

Die dreißijährige Stella Bartholdy verliebt sich bei einem Interview in den Genforscher Victor Degan. Sie möchte mit ihm eine Familie gründen. Sehr schnell heiraten sie Beiden und ziehen zusammen nach Dubai, wo Victor eine neue Stelle in einem Genlabor des Scheichs bekommen hat. Dort arbeitet er an seinem Ziel das Altern aufzuhalten, denn er will den Tod besiegen.

Schnell stellt sich heraus, dass Victor leider zeugungsunfähig ist. Aus diesem Grund müssen er und Stella mit einer Hormontherapie beginnen, wenn sie eine Familie haben wollen. Denn nur eine künstliche Befruchtung kann zu einer Schwangerschaft führen. Diese Hormonbehandlungen sind für Stella sehr unangenehm und zudem leider auch nicht erfolgreich. Stella wird unruhig und schon bald fragt sie sich warum der Geheimdienst von Dubai Victor und sie beschattet. Was genau treibt Victor in seinem Genlabor?

Dieser Thriller von der promovierten Biologin Sandra Bräutigan ist erschreckend, spannend und interessant zugleich. Wir als Leser werden die die Welt der Genforschung entführt und machen uns auf die gefährliche und beklemmende Reise in den Größenwahn eines Genforschers der für seine Ziele auch über Leichen gehen würde.

Leider hatte ich bei der Lektüre des Romans das Gefühl, dass die Journalistin Stella ein wenig zu naiv und blauäugig den Genforscher Victor geheiratet hat. Innerhalb von 3 Wochen nach ihrem Kennenlernen geben sich die Beiden das Ja-Wort und ziehen zusammen nach Dubai. Die Zwei kennen sich fast gar nicht, haben nicht über gemeinsame Werte und Ziele geredet, wollen aber eine Familie gründen. Dieses Unwissen soll für Stella und ihrer gemeinsamen Zukunft mit Victor noch zu gefährlichen und unangenehmen Situationen führen. Würde eine Journalistin wirklich so blind sein und so unüberlegt handeln?

Die Geschichte ansich ist wirklich interessant, aber wie gesagt Stella ist mir ein wenig zu naiv, Victor dafür zu aggressiv. Aus diesem Grund gebe ich diesem Buch nur 7 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung zu diesem Roman bilden möchte findet hier eine Leseprobe.

© claude

1 Kommentar:

  1. Spannendes Thema. Schade, wenn dann einige Punkte so unlogisch erscheinen. Das würde mich auch stören.

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