Dienstag, 17. Juni 2014

Die Rosenberg-Pergamente von Wolfgang Polifka

Auf der Suche nach der Wahrheit

Im Hof der Kronacher Festung werden wertvolle Dokumente gefunden die Informationen über Kronach aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges enthalten. Doch am Behälter in denen diese Dokumente gefunden wurden entdeckt die Polizei Blutspuren. Weiterhin kann ermittelt werden, dass sich die gefundenen Pergamente höchstwahrscheinlich vorher im Topkapi-Palast des türkischen Sultans in Istanbul befunden haben und von dort entwendet worden sein müssen.

Aus diesem Grund gibt es nunmehr sehr viel Aufregung im sonst so beschaulichen Alltag von Oberkommissar Götz Flößer. Zusätzlich soll er auch noch eine Abgesandte des türkischen Staates betreuen. Yildiz die gesendete türkische Beamtin, wirft ihn völlig aus der Bahn, denn sie entspricht keineswegs seinen sonstigen Klischeevorstellungen. Yildiz gefällt ihm sofort und er könnte sich direkt in sie verlieben. Aber er hat das Gefühl, dass sie ihn etwas verheimlicht. Die gemeinsame Suche geht nicht problemlos vonstatten und einige Komplikationen treten auf. Schließlich müssen  sich die Beiden entscheiden ob und wem sie wirklich vertrauen können. 

Der Autor Wolfgang Polifka hat mit diesem Buch einen atmosphärischen und spannenden Regionalkrimi erschaffen. Der Leser kann sofort in die Geschichte eintauchen und lernt den sympathischen aber auch gelangweilten Hauptprotagonisten Götz Flößer kennen. Dieser ist mit seinem Leben in Kronach eigentlich recht zufrieden doch fehlt ihm die Herausforderung. Das soll sich ändern als er die türkische Gesandte Yildiz kennenlernt. Die Art und Weise wie Götz sich in diesen Fall einbringt und immer wieder mit neuen Einfällen glänzt ist wirklich sehr unterhaltsam.

Auch die Nutzung der örtlichen Mundart ist sehr passend. Doch leider war dies für mich etwas schwierig zu verstehen. Aus diesem Grund musste ich einige Passagen des Buches sehr konzentriert oder auch zweimal lesen. Aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Auch hat es mir gut gefallen, dass es in der Erzählweise immer wieder einen Perspektivwechsel zwischen heute und der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gegeben hat. So konnte ich dem Geheimnis der Dokumente immer weiter auf die Spur kommen.

Dieses Buch bekommt für seine Umsetzung und Gestaltung von mir 8 von 10 Punkte. Ich denke für Regionalkriminalisten ist dieses Buch ein netter Zeitvertreib. Wer einmal selbst in das Buch reinlesen möchte findet hier eine Leseprobe.

© claude

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