Samstag, 21. Juni 2014

Katertage zum Verlieben von Ilona Schmidt

Ein toller Tierroman nicht nur für Jugendliche

Ein kleiner Kater streunt mit seiner Katzenmutter auf dem Bauernhof von Janas Großeltern herum. Seine Katzenmutter hat ihn noch gewarnt, dass er sich vor den Menschen in Acht nehmen soll, denn sie sind gefährlich. Haben sie doch seine Geschwister alle eingefangen und in einen Sack gesteckt. Und dann passiert es, der kleine Kater fällt Jana direkt vor die Füße und fürchtet sich natürlich sehr. Aber Jana ist ganz verliebt in den Kleinen und gibt ihm sofort den Namen Tiger. Sie will Tiger behalten und versucht aus dieser kleinen Wildkatze einen lieben verschmusten Kater zu machen. Aber das ist gar nicht so einfach wie Jana dann auch feststellen muss. Mit Hilfe ihres Bassets Brutus hat sie da einiges an Arbeit vor sich.

Aber nicht nur die Zähmung von Tiger stellt Jana vor eine Herausforderung. Auf dem Bauernhof gibt es einiges zu tun, denn der Bürgermeister will das Land für den Bau eines Windparks erwerben. Außerdem gibt es da auch noch Marcel an den Jana immer denken muss und Dennis der Sohn des Bürgermeisters versucht Janas Herz für sich zu gewinnen.

In diesem Roman von Ilona Schmidt spielt natürlich Tiger die Hauptrolle. Ein wirklich lustiger, drolliger, liebenswerter und noch ungezähmter Kater, den man als Leser einfach lieb gewinnen muss. Eigentlich bin ich gar nicht so ein Katzenmensch, aber Tiger hat auch mein Herz sofort im Sturm erobert. Besonders ansprechend fand ich die Interaktion zwischen Brutus und Tiger. Die Streitgespräche der Beiden waren einfach super, aber auch die wachsende Freundschaft zwischen ihnen ist herzerwärmend. Für mich wäre das Buch ohne Brutus Kommentare weit weniger reizvoll. Meiner Meinung nach hat die Autorin hier insgesamt einen guten Weg gefunden die Charaktere von Tiger und Brutus sehr unterhaltsam zu beschreiben.

Aber auch Julia ist ein wirklich ganz tolle Protagonistin, die es in ihren Leben bisher aber nicht immer leicht hatte. Aus diesem Grund habe ich immer etwas die Luft angehalten, wenn Tiger mal wieder eine seiner unartigen Aktionen durchgeführt hat. Ich wollte nicht, dass Jana noch weiter verletzt wird, ist sie doch wie eine Mutter für den kleinen Tiger und hat diese Unartigkeiten gar nicht verdient. Aber die Natur von Tiger kann man auch als Schriftsteller natürlich nicht ausser Acht lassen.

Mir hat dieses Buch viel Spass und amüsante Stunden gebracht. Jeder Katzen-, aber auch Hundefan kann in dieser Geschichte seine geliebten Haustiere wiederfinden und einige vergnügliche Stunden genießen. Von mir bekommt dieser schöne Tierroman 8 von 10 Punkte. Hier kommt ihr zu einer Leseprobe.

© claude

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