Samstag, 7. Juni 2014

Timmy Quinn-Der Schildkrötenjunge/Die Häute von Kealan P. Burke

Mysteriös, geheimnisvoll und brutal guter Horror

Im ersten Buch Der Schildkrötenjunge befinden wir uns im Jahre 1979 in Delaware, Ohio. Es sind endlich Sommerferien. Timmy Quinn und sein bester Freund Pete Marshall verbringen zusammen diese letzten friedlichen Tage im Sommer. Gemeinsam durchstreifen sie die Gegend und treffen am Myers-Teich auf einen seltsamen Jungen namens Darryl. Als sie ihren Eltern von dieser Begegnung erzählen, setzen sie damit etwas in Gang, das seinen Ursprung in einer schrecklichen, bösartigen und brutalen Vergangenheit hat, und das Timmy Quinns Leben fortan verändern wird.

Die Novelle Der Schildkrötenjunge gewann 2004 den Bram Stoker Award als beste Novelle des Jahres. Meiner Ansicht nach ist diese Auszeichnung auch verdient. In dieser Geschichte begibt sich der Leser zum erstem Mal in die Welt des Timmy Quinn. Kealan P. Burke schafft es mit seinem Erzählstil den Leser die Trostlosigkeit in diesem Sommer aufzuzeigen. Er nimmt Timmy und uns mit in die Vergangenheit von Darryl und offenbart uns eine schrecklicke Wahrheit, die mich als Leser total überraschend und auch brutal getroffen hat. Wirklich gut geschrieben und sehr lesenswert. Zusätzlich finde ich es toll, dass der Autor nicht alles vorgibt und meiner Fantasie noch Freiraum gelassen hat.

Im zweiten Buch Die Häute sind sieben Jahre seit den Ereignissen am Myers-Teich vergangen. Timmy Quinn ist erwachsen geworden und er ist auf der Suche nach einem Ort des Friedens. Sein Weg führt ihn zu seiner trauernden Großmutter an die Südküste Irlands. Hier lebt sie in einer kleinen Hafenstadt. Doch von Frieden kann keine Rede sein. Schon schnell nach seiner Ankunft erscheinen Timmy die Seelen der Toten und sie versammeln sich in einer alten zerfallenden Fabrik. Mal wieder ist Timmy gefordert einen Weg zu finden seine Lieben zu beschützen und er muss einen Schritt hinter den Vorhang treten und in das Reich der Toten schauen.

Diese Fortsetzung der Novelle Der Schildkrötenjunge ist meiner Ansicht nach noch etwas grausamer und auch brutaler als Der Schildkrötenjunge selbst. Timmy Quinn kann seiner Gabe nicht entfliehen. Schließlich gibt es die Toten überall und so muss er sich ein weiteres Mal mit der Geschichte und den Geheimnissen seiner Familie auseinandersetzen. Meiner Meinung hat es der Autor in diesem Buch Die Häute geschafft den Spannungsbogen noch weiter zu erhöhen. Dies ist Horror in seiner reinsten Kultur und jeder Horrorfans wird mit Begeisterung dieses Buch lesen und sich über den Gruselfaktor freuen.

Mir haben diese beiden Geschichten gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bücher um Timmy Quinn. Ich vergebe 10 Punkte und ein unbedingte Leseempfehlung.

Wer einmal in die Geschichten reinlesen möchte, der findet hier eine Leseprobe.

© claude

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