Samstag, 10. Januar 2015

Das Pestzeichen von Deana Zinßmeister

Ein Muss für Historienfans

Der dreißigjährige Krieg hat das Land stark ausgebrannt und auch die Bevölkerung an der Saar muss um ihr Überleben kämpfen. Kriegsnachwirkungen und die Pest haben die Bevölkerung in diesem Landstrich stark minimiert. Die Familie von Susanna hat den unbarmherzigen Krieg überlebt, aber das Ende des Krieges zieht nicht immer friedvolle Tage nach sich. Das muss auch Susanna erfahren, als ihre Familie von Söldner überfallen und ausgelöscht wird. Susanna findet ihre Familie grausam getötet auf dem Familienhof. Nur ihr Vater ist schwerverletzt, aber gerade noch am Leben. Mit seinen letzten Atemzügen verrät er Susanna was die Söldner suchten und wo sie dies finden kann. Nach dem Tod ihres Vaters ergreift Susanna voller Panik die Flucht und versteckt sich im Wald. Aber die Söldner sind Susanna schon dicht auf den Fersen.

Zu allererst sei gesagt, dass es sich bei diesem Buch um der Auftakt eines Mehrteilers handelt. Dieser erste Teil hat mich aber sofort in seinen Bann gezogen. Hier besteht aus meiner Sicht absolutes Suchtpotential. Dieses Buch ist der gelungene Beginn einer spannenden sowie historischen Reise an die Saar. Diese eingängig erzählte und zudem sorgfältig recherchierte Geschichte zeigt beeindruckend auf welche Auswirkungen Aberglauben, Kriegswirren, Pestillenz und natürlich auch Habgier haben können bzw. hatten.

Deana Zinßmeister beweist mit dieser Geschichte ein weiteres Mal, dass sie eine hervorragende Erzählerin ist. Sie schafft es auf unkomplizierte sowie unschnörkelige Art und Weise die abergläubische Gedankenwelt des 17. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. Die hier beschriebenen absonderlich anmutenen Situationen und Begebenheiten haben mich staunend und manchmal auch ungläubig den Kopf schütteln lassen. Stirnrunzelnd, aber auch mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich den abergläubischen Gedankengängen der Protagonisten gefolgt. Für heutige Verhältnisse ist es einfach undenkbar und geradezu grotesk an was die Menschen zu der damaligen Zeit alles geglaubt haben.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ein großartiger historischer Roman, der niemals langweilig geworden ist. Es war alles da, was ein mitreißendes Buch meiner Ansicht nach haben muss. Dieses Buch bekommt von mir natürlich die volle Punktzahl. Wer diese Geschichte nicht liest hat etwas verpasst.

Wer sich jetzt selbst eine Meinung bilden möchte kann hier eine Leseprobe finden.

Bisher erschienene Teile der Reihe:

Teil 1 Das Pestzeichen
Teil 2 Der Pestreiter

© claude

1 Kommentar:

  1. Das Pestzeichen habe ich auch noch liegen, nun muss ich es wohl doch endlich mal lesen. Deine Rezi klingt ja wirklich begeistert.
    Liebe Grüße
    sommernacht!

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