Freitag, 30. Januar 2015

Die Zeit danach von Cordula Broicher

Kein typischer Krimi

Anna Kaspers verlor vor  zehn Monaten ihren Mann. Noch heute quält sie sich mit der Frage, ob sie seinen Tod hätte verhindern können. Bis heute kann sie nicht sagen, was ihn zu seinem Selbstmord veranlasst hat, denn einen Abschiedsbrief hat es leider nicht gegeben. Ihre Freundinnen stehen ihr zur Seite, schaffen es aber nicht sie aus ihrer betrüblichen Stimmung und von den Selbstvorwürfen zu befreien. Erst das Zusammentreffen mit Thomas Wegener verändert ihren Alltag wieder in positiver Weise. Aber dann steht plötzlich die Polizei vor Annas Tür und die Vergangenheit wird noch einmal ans Tageslicht gezerrt.

Dieser Roman von Cordula Broicher ist kein gewöhnlicher Krimi und auch nicht direkt ein typischer Frauenroman. Meiner Meinung ist er eine Mischung aus beiden Genre. Die Autorin erzählt auf eindringliche Art die Geschichte von Anna seit dem Tod ihres Mannes und wie sie wieder versucht in ihr Leben zurückzufinden und sich ihren Platz im Leben zurückzuerobern. Gar nicht so leicht, wenn man noch immer am Selbstmord seines Ehemann knappert und die Tochter einen schwere Vorwürfe macht. Bei der Lektüre dieses Buches habe ich richtige Sympathien für Anna und den neuen Mann in ihrem Leben aufgebaut. Es ist nicht so leicht für Thomas das Eis zu brechen und einen Platz in Anna Leben zu finden. Aber nach und nach kommen sich die Beiden näher. Aber nicht alle wollen das Glück von Anna und Thomas unterstützen und so kommt es am Ende des Buches noch zu einem vorher nicht geahnten Showdown, der zusätzlich für viel Spannung sorgt und einen das Buch zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr aus den Händen legen lässt.

Ein nettes Buch für Zwischendurch mit spannenden und romantischen Elementen, dass ich gerne weiter empfehlen möchte. An der ein oder anderen Stelle fand ich das Buch nicht ganz so rund, und ein bisschen langatmig. Aus diesem Grund bekommt das Buch 8 von 10 Punkte von mir. Wer gerne mal reinlesen möchte, der findet ihr eine Leseprobe.

© claude



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