Sonntag, 22. März 2015

Der Holundergarten von Susanne Schomann

Eine weitere Geschichte aus Lunau

Nach dem Tod seiner Schwester kommt Rafael Brix wieder zurück nach Lunau, um das Erbe seiner Schwester Julia zu regeln. Lange Zeit hat er seinen Heimatort gemieden, der ihm nur Unglück gebracht hat. Luisa, die die Geschäfte von Julia übernommen und weitergeführt hat, hätte niemals gedacht ihren ehemaligen Schwarm Rafael jemals wiederzusehen. Rafael ahnt nichts von Luisas Gefühlen und möchte Lunau schnellstmöglich wieder verlassen. Das Geschäft von Julia soll geschlossen werden und somit würde er Luisa ihre Arbeit und auch ihr Zuhause nehmen. Trotz allem fühlt sich Luisa immer noch von Rafael angezogen, doch ihre Gefühle für ihn schwanken zwischen Wut, Verzweiflung und ungezähmter Leidenschaft. Wird es Luisa gelingen Rafaels Meinung über sich, ihre Beziehung und über Lunau sowie seine Einwohner zu ändern? Denn Lunaus Einwohner können und wollen die vergangenen belastenen Vorwürfe gegen Rafael nicht ruhen lassen.

Die Autorin Susanne Schomann erzählt in diesem Roman eine weitere Geschichte von einen der drei Musketiere, die Lunau vor Jahren unsicher gemacht haben. Diesmal betrachtet sie das Leben von Rafael Brix und erzählt dem Leser von dessen Vergangenheit, von den Anschuldigungen gegen ihn. Auf einfühlsame Weise beleuchtet sie seine Vergangenheit, zeigt dem Leser nach und nach die Tragödie seines Lebens. All dies schafft sie ohne ins kitschige abzugleiten, vielmehr versteht der Leser nach und nach was genau damals in Lunau geschehen ist und warum Rafael schnell wieder dem Dorf den Rücken kehren will. Aber da hat er die Rechnung ohne Luisa gemacht. Sie liebt Rafael schon ihr ganzes Leben und lässt den sexy Kerl nicht so einfach wieder gehen. Sie kämpft für ihre Liebe und lässt sich nicht so leicht unterkriegen.

Mir hat die Mischung aus Liebesgeschichte mit tragischen Elementen gut gefallen. Kitschig kann jeder. Es ist aber nicht immer einfach eine Geschichte zu schreiben, die romantische sowie tragische Momente hat, die sich dann sinnvoll zusammenfügen und ergänzen. Meiner Ansicht nach hat es Susanne Schomann geschafft eine angenehme und auch passende Balance in ihrer Geschichte zu finden. Mir hat das gesamte Zusammenspiel gut gefallen und ich vergebe aus diesem Grund die volle Punktzahl. Auf die Fortsetzung mit den dritten und letzten Musketier Philip bin ich schon sehr gespannt.

Hier findet ihr eine Leseprobe.

© claude

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