Eine tolle Fortsetzung von Das Pestzeichen
Der dreißigjährige Krieg ist bereits seit vier Jahren vorbei, aber die Menschen kommen leider nicht zur Ruhe. Da erscheint ein geheimnisvoller Reiter, der von allen der Pestreiter genannt wird. Er verbreitet Angst und Schrecken. Indes versucht der junge Schweizer Urs gegen die Pest ein Heilmittel zu finden. Eine nicht einfache und zudem äußert gefährliche Aufgabe. Seine Freundin Susanna wird von anderen Problemen heimgesucht. Nach ihrer Flucht aus ihrer Heimat muss sie Nacht für Nacht noch immer mit den Bildern ihrer Vergangenheit kämpfen. Die einst erlebten Schrecken lassen sie einfach nicht los. Eines Tages scheinen sich ihre Albträume zu manifestieren, denn Susanna wird plötzlich verfolgt...
Dieses Buch schließt direkt an die Geschichte "Das Pestzeichen" an und zeigt auf beeindruckende Weise, dass die Autorin Deana Zinßmeister ihr Handwerk versteht. Problemlos konnte ich in die vorher erzählte Geschichte anknüpfen und in die neuen Geschehnisse eintauchen. Kurze Rückblenden machten es leicht sich an vorherige Begebenheiten zu erinnern, aber nicht seitenweise mit Wiederholungen gelangweilt zu werden. Danke dafür, denn diese kurzen Zusammenfassungen bekommt nicht jeder Autor so gut umgesetzt. Auch das aufgeführte Personenregister macht es Neueinsteigern und natürlich auch Wiedereinsteigern leicht die Protagonisten in einem Blick kennenzulernen bzw. wiederzuentdecken und sich schnell in die Geschichte des Romans einzufinden.
Die wie immer gewohnt unkomplizierte, aber eingängige Erzählweise, machte auch dieses Buch wieder zu einem wahren Lesegenuss. Mich beeindruckt auch immer wieder wie viel Arbeitszeit die Autorin in die Recherche von historischen Fakten, Begebenheiten und Persönlichkeiten investiert, um für den Leser einen anspruchsvollen und zudem auch sehr unterhaltsamen Roman aufs Papier zu bringen. Voller Ungeduld warte ich auf die Fortsetzung der Geschichte, denn ich bin bezaubert von der schriftstellerischen Arbeit der Autorin.
Auch dieser historische Roman von Deana Zinßmeister bekommt von mir natürlich die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
Bisher erschienene Teile der Reihe:
Teil 1 Das Pestzeichen
Teil 2 Der Pestreiter
© claude
In diesem Blog werde ich in meiner Bücher-Schatzkiste stöbern und die Leseerlebnisse mit Euch teilen. Folgt mir in die Tiefen meiner Schatzkiste und entdeckt zusammen mit mir die Schätze und Kostbarkeiten die sie enthält.
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Sonntag, 11. Januar 2015
Samstag, 10. Januar 2015
Das Pestzeichen von Deana Zinßmeister
Ein Muss für Historienfans
Der dreißigjährige Krieg hat das Land stark ausgebrannt und auch die Bevölkerung an der Saar muss um ihr Überleben kämpfen. Kriegsnachwirkungen und die Pest haben die Bevölkerung in diesem Landstrich stark minimiert. Die Familie von Susanna hat den unbarmherzigen Krieg überlebt, aber das Ende des Krieges zieht nicht immer friedvolle Tage nach sich. Das muss auch Susanna erfahren, als ihre Familie von Söldner überfallen und ausgelöscht wird. Susanna findet ihre Familie grausam getötet auf dem Familienhof. Nur ihr Vater ist schwerverletzt, aber gerade noch am Leben. Mit seinen letzten Atemzügen verrät er Susanna was die Söldner suchten und wo sie dies finden kann. Nach dem Tod ihres Vaters ergreift Susanna voller Panik die Flucht und versteckt sich im Wald. Aber die Söldner sind Susanna schon dicht auf den Fersen.
Zu allererst sei gesagt, dass es sich bei diesem Buch um der Auftakt eines Mehrteilers handelt. Dieser erste Teil hat mich aber sofort in seinen Bann gezogen. Hier besteht aus meiner Sicht absolutes Suchtpotential. Dieses Buch ist der gelungene Beginn einer spannenden sowie historischen Reise an die Saar. Diese eingängig erzählte und zudem sorgfältig recherchierte Geschichte zeigt beeindruckend auf welche Auswirkungen Aberglauben, Kriegswirren, Pestillenz und natürlich auch Habgier haben können bzw. hatten.
Deana Zinßmeister beweist mit dieser Geschichte ein weiteres Mal, dass sie eine hervorragende Erzählerin ist. Sie schafft es auf unkomplizierte sowie unschnörkelige Art und Weise die abergläubische Gedankenwelt des 17. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. Die hier beschriebenen absonderlich anmutenen Situationen und Begebenheiten haben mich staunend und manchmal auch ungläubig den Kopf schütteln lassen. Stirnrunzelnd, aber auch mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich den abergläubischen Gedankengängen der Protagonisten gefolgt. Für heutige Verhältnisse ist es einfach undenkbar und geradezu grotesk an was die Menschen zu der damaligen Zeit alles geglaubt haben.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ein großartiger historischer Roman, der niemals langweilig geworden ist. Es war alles da, was ein mitreißendes Buch meiner Ansicht nach haben muss. Dieses Buch bekommt von mir natürlich die volle Punktzahl. Wer diese Geschichte nicht liest hat etwas verpasst.
Bisher erschienene Teile der Reihe:
Teil 1 Das Pestzeichen
Teil 2 Der Pestreiter
© claude
Der dreißigjährige Krieg hat das Land stark ausgebrannt und auch die Bevölkerung an der Saar muss um ihr Überleben kämpfen. Kriegsnachwirkungen und die Pest haben die Bevölkerung in diesem Landstrich stark minimiert. Die Familie von Susanna hat den unbarmherzigen Krieg überlebt, aber das Ende des Krieges zieht nicht immer friedvolle Tage nach sich. Das muss auch Susanna erfahren, als ihre Familie von Söldner überfallen und ausgelöscht wird. Susanna findet ihre Familie grausam getötet auf dem Familienhof. Nur ihr Vater ist schwerverletzt, aber gerade noch am Leben. Mit seinen letzten Atemzügen verrät er Susanna was die Söldner suchten und wo sie dies finden kann. Nach dem Tod ihres Vaters ergreift Susanna voller Panik die Flucht und versteckt sich im Wald. Aber die Söldner sind Susanna schon dicht auf den Fersen.
Zu allererst sei gesagt, dass es sich bei diesem Buch um der Auftakt eines Mehrteilers handelt. Dieser erste Teil hat mich aber sofort in seinen Bann gezogen. Hier besteht aus meiner Sicht absolutes Suchtpotential. Dieses Buch ist der gelungene Beginn einer spannenden sowie historischen Reise an die Saar. Diese eingängig erzählte und zudem sorgfältig recherchierte Geschichte zeigt beeindruckend auf welche Auswirkungen Aberglauben, Kriegswirren, Pestillenz und natürlich auch Habgier haben können bzw. hatten.
Deana Zinßmeister beweist mit dieser Geschichte ein weiteres Mal, dass sie eine hervorragende Erzählerin ist. Sie schafft es auf unkomplizierte sowie unschnörkelige Art und Weise die abergläubische Gedankenwelt des 17. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. Die hier beschriebenen absonderlich anmutenen Situationen und Begebenheiten haben mich staunend und manchmal auch ungläubig den Kopf schütteln lassen. Stirnrunzelnd, aber auch mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich den abergläubischen Gedankengängen der Protagonisten gefolgt. Für heutige Verhältnisse ist es einfach undenkbar und geradezu grotesk an was die Menschen zu der damaligen Zeit alles geglaubt haben.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ein großartiger historischer Roman, der niemals langweilig geworden ist. Es war alles da, was ein mitreißendes Buch meiner Ansicht nach haben muss. Dieses Buch bekommt von mir natürlich die volle Punktzahl. Wer diese Geschichte nicht liest hat etwas verpasst.
Bisher erschienene Teile der Reihe:
Teil 1 Das Pestzeichen
Teil 2 Der Pestreiter
© claude
Labels:
10 Punkte,
Deana Zinßmeister,
historischer Roman
Dienstag, 27. August 2013
Der Hexenschwur von Deana Zinßmeister
Ein wunderbarer historischer Roman
Der Dreißigjährige Krieg wütet schon einige Zeit in Deutschland und erreicht auch im Jahre 1635 endgültig die Saar. Johann will endlich wieder zurück in seine Heimat Thüringen und beschließt mit seiner Familie nach Eichsfeld zurückzukehren. Vor 17 Jahren musste er aus dieser Gegend fliehen, weil seine Frau als Hexe verleumdet und angezeigt wurde. Seine Frau, seine Tochter und seine Freunde sind von der Idee der Heimkehr nicht begeistert, aber Johann lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. Bisher hatte die Familie an der Saar nicht viel vom Krieg miterlebt. Nun müssen sie sich auf ihrer Reise mit den Gefahren und dem Schrecken des Krieges auseinandersetzen. Doch sie haben Glück im Unglück. Ein schwedischer Tross gewährt ihnen Unterschlupf und Schutz. Arne der Arzt in diesem Tross setzt sich besonders für die Belange der Familie ein und die siebzehnjährige Tochter Magdalena fühlt sich sehr bald zu ihm hingezogen. Doch sie darf ihren Gefühlen nicht nachgeben. Schließlich gehört Arne zu den Schweden und somit eigentlich zu ihren Feinden.
Diese Geschichte von Deana Zinßmeister ist der 3. Teil ihrer Hexentriologie. Leider habe ich bisher die ersten 2 Teile nicht gelesen, kann aber sagen, dass man diesen Teil trotz allem problemlos verstehen kann auch ohne die anderen beiden Teil gelesen zu haben. Die Autorin schafft es wunderbar den Leser mit ihrer Erzählweise anzulocken, abzuholen und auf ihre Reise an die Saar und schließlich auf den Weg nach Thüringen mitzunehmen.
Bereits im Prolog baut sie eine Spannung auf, die mich als Leser dazu verleitet hat die Geschichte sofort weiterzuverfolgen. Aufkommende Fragen mussten beantwortet werden und Deana Zinßmeister schafft es auf beeindruckende Weise mich den Leser in die Geschichte einzuführen und nicht mehr loszulassen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und mich mitgerissen. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin am Ende des Buches noch einmal aufgezeigt und erklärt hat, welche Fakten in ihren Buch auf wahre Begebenheiten beruhen und wo sie sich künstlerisch frei entfaltet hat. So hat der Leser noch einmal einen guten Überblick über historische Geschehnisse und kann gegebenfalls bei Interesse noch ein bisschen weiter recherchieren.
Ich bin so begeistert von diesem Buch, dass in jedem Fall noch weitere Geschichten der Autorin lesen werde. Ich möchte mich bei der Autorin für eine tolle Leserunde bedanken und hoffe, dass noch weitere Bücher aus ihrer Feder entspringen werden.
Ich kann diesem Buch nur 10 von 10 Punkte geben, denn es hatte alles was ich mir von einer tollen Geschichte wünsche und ich fühlte mich wirklich sehr gut unterhalten.
Reihenfolge der Hexentriologie:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur
© claude
Der Dreißigjährige Krieg wütet schon einige Zeit in Deutschland und erreicht auch im Jahre 1635 endgültig die Saar. Johann will endlich wieder zurück in seine Heimat Thüringen und beschließt mit seiner Familie nach Eichsfeld zurückzukehren. Vor 17 Jahren musste er aus dieser Gegend fliehen, weil seine Frau als Hexe verleumdet und angezeigt wurde. Seine Frau, seine Tochter und seine Freunde sind von der Idee der Heimkehr nicht begeistert, aber Johann lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. Bisher hatte die Familie an der Saar nicht viel vom Krieg miterlebt. Nun müssen sie sich auf ihrer Reise mit den Gefahren und dem Schrecken des Krieges auseinandersetzen. Doch sie haben Glück im Unglück. Ein schwedischer Tross gewährt ihnen Unterschlupf und Schutz. Arne der Arzt in diesem Tross setzt sich besonders für die Belange der Familie ein und die siebzehnjährige Tochter Magdalena fühlt sich sehr bald zu ihm hingezogen. Doch sie darf ihren Gefühlen nicht nachgeben. Schließlich gehört Arne zu den Schweden und somit eigentlich zu ihren Feinden.
Diese Geschichte von Deana Zinßmeister ist der 3. Teil ihrer Hexentriologie. Leider habe ich bisher die ersten 2 Teile nicht gelesen, kann aber sagen, dass man diesen Teil trotz allem problemlos verstehen kann auch ohne die anderen beiden Teil gelesen zu haben. Die Autorin schafft es wunderbar den Leser mit ihrer Erzählweise anzulocken, abzuholen und auf ihre Reise an die Saar und schließlich auf den Weg nach Thüringen mitzunehmen.
Bereits im Prolog baut sie eine Spannung auf, die mich als Leser dazu verleitet hat die Geschichte sofort weiterzuverfolgen. Aufkommende Fragen mussten beantwortet werden und Deana Zinßmeister schafft es auf beeindruckende Weise mich den Leser in die Geschichte einzuführen und nicht mehr loszulassen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und mich mitgerissen. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin am Ende des Buches noch einmal aufgezeigt und erklärt hat, welche Fakten in ihren Buch auf wahre Begebenheiten beruhen und wo sie sich künstlerisch frei entfaltet hat. So hat der Leser noch einmal einen guten Überblick über historische Geschehnisse und kann gegebenfalls bei Interesse noch ein bisschen weiter recherchieren.
Ich bin so begeistert von diesem Buch, dass in jedem Fall noch weitere Geschichten der Autorin lesen werde. Ich möchte mich bei der Autorin für eine tolle Leserunde bedanken und hoffe, dass noch weitere Bücher aus ihrer Feder entspringen werden.
Ich kann diesem Buch nur 10 von 10 Punkte geben, denn es hatte alles was ich mir von einer tollen Geschichte wünsche und ich fühlte mich wirklich sehr gut unterhalten.
Reihenfolge der Hexentriologie:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur
© claude
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10 Punkte,
Deana Zinßmeister,
historischer Roman
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