Mittwoch, 10. Juli 2013

Sommernachtszauber von Ellen Alpsten

Nachts im Theater

Caroline hat ihre erste große Rolle als Schauspielerin bekommen. Sie soll die Julia spielen. Aber sie ist sich nicht sicher, ob sie die Erwartungen des Regisseurs Carlos und die des Ensemble auch erfüllen kann. Das Stück soll in nur 4 Wochen geprobt und aufgeführt werden. Mehr Zeit bleibt dem Regisseur nicht, um das Stück auf die Beine zustellen, um das alte Theater Bimah zu retten und eine Förderung für die weiteren Aufführungen zu bekommen. Caroline beginnt immer mehr an sich zu zweifeln. Ist sie wirklich schon bereit für so eine große Rolle und für die hieraus resultierende Verantwortung?

Sie beginnt heimlich nachts im Theater für ihre Rolle der Julia zu proben. Plötzlich erscheint Johannes auf der Bühne, um ihr zu helfen. Er probt mit ihr bis zu völligen Erschöpfung, um ihre Technik und Hingabe als Darstellerin zu verbessern bzw. zu perfektionieren. Während ihrer gemeinsamen Zeit verlieben sie sich ineinander, aber Johannes hat ein Geheimnis.

Ellen Alspten hat mit ihrem Buch eine fantastische und zugleich romantische Geschichte geschaffen. Ich konnte die Atmosphäre des Theater und die Nervosität der Schauspieler geradezu fühlen und spüren. Besonders gut hat mir gefallen, dass Caro sich nicht hat unterkriegen lassen und für ihren Traum bereit war immer weiter zu kämpfen bis zur kompletten Erschöpfung.
 
Auch weht ein kleiner Hauch der nationalistischen Geschichte durch die Gemäuer des Theaters, dass uns ermahnt diesen Teil unserer Geschichte nicht ganz zu vergessen. Die Autorin macht den Leser darauf aufmerksam,  dass wir für die Taten unserer Ahnen nicht verantwortlich sind, aber für unsere eigenen Taten und Verfehlungen sehr wohl die Verantwortung tragen.

Das Buch macht Lust auf Theater, auf Romeo und Julia und auch auf die Lichter über Berlin.

Ich gebe für das Buch eine klare Leseempfehlung. Kann aber leider nicht die volle Punktzahl vergeben. Ich vergebe insgesamt 8 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen