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Sonntag, 9. November 2014

Premierelesung Die Sau ist tot

Ein kleiner Bericht zu einem tollen Abend

Freitag der 07. November, Tatort Stadtbücherei Bornheim. Als kundiger Krimileser gilt es zu ermitteln: Was ist geschehen? Welches Verbrechen wurde aus welchen Grund begangen? Schnell konnte der aufmerksame Besucher erkennen, dass hier die Premierelesung des neuen Buches von Rudi Jagusch stattfinden wird. Perfekt genau das war mein Ziel. Dann das Schild am Eingang: Ausverkauft!

Als erfahrender Kriminalist, habe ich doch bereits unzählige Kriminalfälle auf meinem Sofa gelöst, bin ich aber gut vorbereitet, denn ich habe vor Wochen schon meine Karte gekauft. Glück gehabt für mich ist der Eintritt also nicht verwehrt, denn diesen Abend will ich auf keinen Fall verpassen.

Ein Sekt zur Begrüßung, ein herzliches Willkommen des Autors und andere nette Krimibegeisterte erwarten mich in den Räumlichkeiten der Stadtbücherei. Um 20 Uhr beginnt Rudi Jagusch seine Lesung mit einem Brief des emons Verlags. Es handelt sich dabei um eine 8 Jahre alte Absage des Verlages für das jetzt aber doch hier erschienende und premierefeiernde Buch. Der Autor erzählt kurz warum er diese Absage aufgehoben hat und wie es mit den Buch und den Verlag weitergegangen ist. Eine wirklich schöne und interessante Geschichte. Glücklicherweise hat diese Geschichte ein gutes Ende, sonst wären wir nicht an diesem Abend zusammengekommen.

Dann liest Rudi Jagusch einige Abschnitte aus seinem Buch. Dies macht er auf eine sehr charmante und angenehme Art. Man hört ihm gerne zu und auch die immer wieder eingeflochteten persönlichen Anekdoten und die Geschichte, wie er sich dem Thema des Buches angenähert hat, sind sehr spannend und unterhaltsam.

In der Pause gibt es passend zum Titel des Buches zur Verköstigung der Gäste ein Spanferkel. Ich kann nur sagen das war saulecker. Schnell noch ein Buch "Die Sau ist tot" (und auch "Amen") gekauft und dann geht es auch schon weiter mit der Lesung. Natürlich hat sich Rudi Jagusch auch noch etwas ganz besonderes für die Premierelesung ausgedacht. Es gibt einen Überraschungsgast, der uns im wahrsten Sinne des Wortes bezaubern soll: Dominik Fontes. Seine Zaubereinlagen waren eine nette Abwechslung. Ein geborener Entertainer dieser Herr Fontes und eine Zauberlesung mit ihn und Rudi Jagusch würde ich auch gerne mal besuchen. Vielleicht klappt es ja im März nächstes Jahr in Bonn.  

Am Ende der Veranstaltung nahm sich der Autor natürlich noch Zeit die Bücher zu signieren und mit den Besuchern ein wenig zu plauschen. Auch ich habe ich natürlich für eine Widmung angestellt, aber ich habe keine bekommen. Nicht das der Autor mir keine geben wollte. Nein das war es nicht. Ich wollte sehr gerne für Euch meine lieben Blogleser eine Widmung ins Buch setzen lassen, da ich das Buch "Die Sau ist tot" und "Amen" hier in einer Nikolaus Verlosung an zwei von Euch verlosen möchte. Nachdem ich dies mit dem Autor besprochen habe machte er mir das Angebot nach der Verlosung die Bücher für die jeweiligen Gewinner zu signieren, so hättet ihr also eine persönliche Signatur in euren Buch. Dieses Angebot nehme ich natürlich gerne an und freue mich in Dezember auf ein weiteres Treffen mit Rudi Jagusch.

Fazit: Dieser Abend war ein wirklich tolles Event. Exzellentes Essen und eine tolle sowie unterhaltsame Lesung. Danke noch einmal an die Stadtbücherei Bornheim, die diese Veranstaltung organisiert hat, an Rudi Jagusch für seine Geschichten und auch an Dominik Fontes für seine bezaubernde Show. Alles zusammen hat diesen Abend zu einem perfekten Abend gemacht.

© claude

Montag, 6. Oktober 2014

Autorenlesungen vor der Buchmesse

Bereits vor der Frankurter Buchmesse habe ich mich in die Nähe einiger Autoren gewagt. Ende September hatte ich die Möglichkeit zwei wunderbare, aber komplett unterschiedliche Lesungen zu besuchen. Interessant, dass beide Autoren in der Eifel leben.

Eine etwas andere Reise durch die Eifel mit Hans Jürgen Sittig 

Am 26. September 2014 war es endlich soweit. In der Stadtbücherei Bornheim gab es einen ganz besonderen Abend. Bei der diesjährigen Herbstlesung stellte der Schriftsteller, Fotojournalist und Schauspieler Hans Jürgen Sittig sein Buch mit dem Titel “Die eindrucksvolle Geschichte der Eifel” vor. Aus der Fülle von 320 Seiten trug er amüsante Sachverhalte auf kabarettistische Art und Weise vor. So erfuhren die Besucher dieser Veranstaltung etwas über die Geschichte der Eifel. Vom Urknall über die Römer- bis in die Neuzeit reichte diese fantastische und unterhaltsame Reise. Zusätzlich zeigte der Autor beeindruckende Bilder der Eifel. In der Pause gab es kleine Häppchen und Getränke.

Insgesamt eine wirklich sehr gelungene Autorenlesung. Bisher kannte ich noch kein Buch von Hans Jürgen Sittig, aber das möchte ich jetzt gerne ändern. Der Schriftsteller hat nicht nur einen Bildband und das Geschichtsbuch zur Eifel veröffentlich. Vielmehr gibt es bereits einige Krimis aus seiner Feder, die ich sehr gerne dieses Jahr noch lesen möchte.

Premierelesung von der Hexenschöffe in Rheinbach mit Petra Schier 

30. September 2014 19:30 Rheinbach in der Nähe vom Hexenturm haben wir uns versammelt. Wir sind die Fans von Petra Schier und wir warten gemeinsam auf die ersten Worte ihres neuen Buches, dem historischen Roman "Der Hexenschöffe".

Der Saal bzw. die Aula der katholischen Grundschule St. Martin ist gerammelt voll. Die Spannung steigt und schließlich beginnt Petra Schier kurz zu erklären, wie sie auf die Ideen für diesem Roman gekommen ist. Schon als 13 Jährige hat sie die Geschichte des Hexenschöffe Hermann Löher gestreift und seitdem eigentlich nie wieder richtig losgelassen. Immer wieder beschäftigt sie sich mit seinem Leben. Nach und nach keimt in ihr die Idee auf einen Roman über ihn zu schreiben. Über sein Leben, sein Wirken und seine Arbeit. Allein die Recherchearbeit für dieses Buch kostet Petra Schier 1 Jahr und 6 Monate. Eine lange Zeit.

Na dieser kurzen aber auch sehr spannenden Einführung zum Buch beginnt Sie zu lesen. Und diese ersten Minuten sie sind schockierend, grausam, atemraubend und einfach grässlich. Nein nicht weil Petra Schier nicht vorlesen kann. Das ist es nicht. Es liegt an der Thematik des Buches. Zu bildlich und realistisch beschreibt sie die Folterszenen im Prolog des Buches, dass es sanften Gemütern wohl nicht leicht Fallen wird dieses Buch ohne Tränen in den Augen lesen zu können. Die Autorin selbst gesteht uns in einer Lesepause, dass sie auch beim Schreiben manchmal eine Pause machen musste, um sich von den Grausamkeiten zu erholen.

Der Abend mit Petra Schier war nicht nur grausam, sondern eigentlich sehr schön und unterhaltsam. Schließlich nahm sie sich Zeit ihre Bücher zu signieren, einige Hintergründe zu erläutern und sich mit ihren Fans zu unterhalten. Aber der Abend und die vorgelesenen Szenen lassen die Zeit der Hexenverfolgung sehr lebendig in meinem Kopf zurück. Es hat mich nachdenklich gemacht, wie schnell man durch vermeintliche Freunde dann doch denunziert werden konnte.

Danke Petra Schier für diesen unvergesslichen Abend. Aber ich brauche jetzt noch ein paar Tage um mich an die Lektüre heranzutrauen.

© claude