Mittwoch, 28. Januar 2015

Kuckucksmörder von Raimon Weber

Es ist nicht alles Schwarz und Weiß

Auf den ersten Blick sind sie eine perfekte Familie. Alle glauben was sie sehen oder was sie sehen wollen. Aber einer, ihr heimlicher Schatten, sieht hinter die Fassade der glücklichen Familie. Er beobachtet jeden Schritt, jeden Schlag, jeden Fehltritt. Er kennt ihre dunklen Geheimnisse und eines Tages kann er sich nicht mehr zurückhalten, schlägt selbst zu. Er nimmt die Familie als Geisel, doch der Familienvater verschwindet komplett, wird separiert. Niemand kann es sich erklären, keiner hat etwas gesehen. Nur die schwerkranke Polizistin Eva Flessner begibt sich auf die Suche, stellt Fragen und geht der Sache aus persönlichen Gründen nach. Aber sie ist nicht allein, denn er ist in ihrer Nähe und beobachtet auch sie...

Nach dem Buch Eis bricht ist dies der neue Thriller von Raimon Weber. Gefallen hat mir, wie der Autor mit dem Leser spielt, ihn nach und nach in die Seele unseres Hauptprotagonisten eintauchen lässt. Die Beweggründe des Täter sich schnell und leicht zu verstehen und es fällt so gar nicht schwer Sympathien für den Kuckucksmörder zu entwickeln. Es war auch diesmal wieder extrem spannend einen Einblick in die Seele eines Verbrechers zu erhalten. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, dazwischen existiert immer soviel mehr und dies inszeniert der Autor in dieser Geschichte sehr gekonnt. Zusätzlich war es sehr spannend und unterhaltsam diesen Thriller aus verschiedenen Perspektiven erleben zu dürfen. Nicht nur der Täter kommt zu Wort, auch die Sichtweise und die Gedanken eines Opfers und der Polizistin werden gekonnt in den Verlauf der Geschichte eingebaut.

Ein netter Thriller der schnell gelesen ist und für einige unterhaltsame Stunden sorgt. Von mir bekommt dieses Buch 8 von 10 Sterne und eine Leseempfehlung. Zur Leseprobe geht es hier lang.

© claude

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