Freitag, 20. Juni 2014

Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten von Robert C. Marley

Meisterhafter viktorianischer Krimi

Wir befinden uns in London und schreiben das Jahr 1893. Hier wurde Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied in seiner Werkstatt auf bestialische Art und Weise ermordet. Sein Gehilfe findet seinem Meister mit geschmolzenem Gold in der Kehle. Schnell wird die Polizei gerufen und Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt seine Ermittlungen auf. Doch es soll nicht bei einer Leiche bleiben. Schon bald darauf wird der nächste Tote entdeckt. Auch dieser hat mit der Goldschmiedekunst zu tun und schnell ergibt sich die Frage, ob es eine Verbindung zwischen den Morden gibt. Als sich herausstellt, dass der Blaue Hope-Diamant, der im Bankhaus Parr aufbewahrt wird eine gut gemachte Fälschung ist nehmen die Ermittlungen noch einmal an Fahrt auf. Wird es Chief Inspector Swanson gelingen den Verbleib dieses bedeutenden Schmuckstücks und die Morde aufzuklären?

Bei der Lektüre dieses Buches habe ich mich in die gute alte viktorianische Zeit zurück versetzt gefühlt. Bereits in meiner Jugend habe ich gerne Bücher dieser Art gelesen und habe mich sehr gefreut in diesem Buch von Robert C. Marley eine spannende, unterhaltsame und auch sehr gut aufgebaute Kriminalgeschichte zu finden. Mir hat es gut gefallen, wie der Autor Figuren wie Oskar Wilde und auch Arthur Conon Doyle in seine Geschichte mit eingebunden hat. Die Hauptfigur des Chief Inspector Swanson ist sehr eloquent, intelligent und natürlich Gentlemen. Seine Intelligenz hat mich zeitweise an die Figur des Sherlock Holmes erinnert.

Der Autor versteht es den Leser immer nur soviel von der Handlung preiszugeben, dass man zwar glaubt man würde auf der richtigen Spur sein. Aber ich habe mich immer wieder auf der falschen Fährte wiedergefunden und wurde auch noch am Ende des Buches mit einer komplett logischen Auflösung überrascht. Zusätzlich muss ich noch erwähnen, dass der Autor unheimlich viele kleine aber feine Anspielungen in den Krimi einbaut, die man als Fan der viktorianischen Zeit natürlich zu verstehen weiß und auch der hintersinnige Humor hat mir äußerst gut gefallen.

Insgesamt ist das Buch nicht nur eine geistige Bereicherung für jeden Kriminalfan. Auch gestalterisch, somit also auch fürs Auge, hat dieses Buch einiges zu bieten. Allein das Cover ist schon sehr schön in der Farbe Blau gestaltet und der Anschnitt ist zusätzlich komplett in Blau gehalten.

Insgesamt möchte ich diesem Krimi die volle Punktzahl, also 10 Punkte geben und kann diesem Krimi jedem Fan von Sherlock Holmes nur wärmstens ans Herz legen. Hier kommt ihr zu einer Leseprobe.

© claude


1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    erst einmal herzlichen Dank, dafür das Du uns Leser und Leserinnen wieder ein neues Gewinnspiel schenkst.

    Sherlock Holmes war/ist das Schlüsselwort in Deiner Rezi, welches mich magisch genau zu diesem Buch und meinen Gewinnwunsch hin zugezogen hat.

    Ich liebe Sherlock Holmes und ich mag es generell lieber etwas feinsinnig und hintergründig, als plump und brutal wie die meisten Autoren z.Z. eher geoutet sind.

    Deshalb genau Meines und bitte ins Lostöpfchen mit mir.

    Danke ..und ein schönes Wochenende..LG..Karin..

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